Transmedia Manifest

Der technologische Wandel schreitet unaufhörlich voran und bietet ständig wachsende Möglichkeiten, neue Arten von Erzählungen zu entwickeln. Neben technischen Innovationen, spielt auch das veränderte Nutzungsverhalten eine Rolle. So werden Zuschauer an anderen Orten oder über eine andere Kombination von Medien und Inhalten angesprochen. 2nd Screen-Anwendungen sind dabei nur ein Beispiel: Sie machen sich die Angewohnheit vieler Zuschauer zu Nutze, ihre Smartphones parallel zum TV schauen zu nutzen.

Während der Buchmesse in Frankfurt 2011 schlossen sich neun ausgewählte Kreative aus verschiedenen Medienbereichen zusammen, die davon überzeugt sind, dass wir nicht mehr länger Zuschauer, Hörer, etc. sind, sondern »experiencers«1 . Wir erfahren und entdecken Erzählungen und gestalten sie zum Teil selbst mit.

Mit diesem Ansatz entwickelten sie elf Thesen für die Zukunft des Storytelling: Das Transmedia Manifest.

Es beinhaltet u. a. die Ansätze, dass eine Erzählung mehrere Einstiegs­punkte und wählbare Handlungsstränge besitzt. Des Weiteren ist eine Interaktion mit Protagonisten möglich, Realität und Fiktion verschwimmen.2

Das vollständige Manifest ist zu finden auf:
https://transmedia-manifest.com/

Ich halte das Manifest für einen guten Anhaltspunkt, vor allem mit Blick darauf, dass es bereits 2011 entwickelt wurde. Ohne mich damals genauer mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben, schätze ich jedoch, dass sich zwischenzeitlich zum einen die Anfangseuphorie transmedialer Erzählungen gelegt hat und sie zum anderen nichts mehr unbekanntes sind. Sie werden meiner Einschätzung nach zunehmenden Einfluss haben, jedoch ohne speziell so benannt werden zu müssen.

Quellen
  1. Vgl. »The Manifest«, URL: https://transmedia-manifest.com/, abgerufen am 10.12.2015.
  2. Ebd.